Ohrenspitzertag in Ludwigsburg am 24.03.2010
Bericht aus Ludwigsburg
Im Kreismedienzentrum Ludwigsburg fand am Mittwoch, den 24. März 2010, ein Ohrenspitzertag des Landesmedienzentrum Stuttgart statt. Eingeladen waren alle Vertreter der Ohrenspitzer Schulen, sowie Kreismedienzentrenleiter der naheliegenden Umgebung.
Zum Auftakt des bevorstehenden bunten Programms, bereitete das KMZ Ludwigsburg für alle Teilnehmer ein Hörquiz vor, bei dem jedermann selbst die Ohren spitzen musste um Geräusche zu erraten. Dem Besten Ohrenspitzer wurde zur Belohnung ein frühlingshaftes Blumengesteck überreicht.
Danach präsentierte das LMZ Stuttgart die Ergebnisse der Umfrage von bisherigen Ohrenspitzer Teilnehmern, sowie den zukünftigen Werdegang des Projekts. In großer Runde wurden Fragen und Anregungen geklärt, bis Herr Beck mit ein paar Schülern der Klasse 4c aus der Goetheschule in Asperg Aphorismen von Frantz Wittkamp mit Gitarrenbegleitung zum Besten gaben. Herr Beck hat als Projekt diese Aphorismen mit der gesamten Klasse aufgenommen und eine Audio CD erstellt. Diese bietet dem Projekt eine lange Nachhaltigkeit und dadurch nicht nur für die Schüler selbst einen großen Mehrwert.
Auch Frau Knauff von der Landernschule aus Markgröningen präsentierte anschließend das Ergebnis ihrer Ohrenspitzergruppe. Sie realisierte mit ihren Schülern eine Bilderstory zu der Geschichte der Gebrüder Grimm „Die Bienenkönigin“. Dieses schöne Ergebnis, wie auch Ihre ermutigenden Worte zur Einfachheit der Umsetzung, motivierte viele Teilnehmer in Zukunft ebenfalls ein ähnliches Projekt mit Ihren Schülern auf die Beine zustellen.
Anschließend setzten sich die Kreismedienzentrenleiter mit den Vertretern der umliegenden Schulen zusammen und tauschten sich über ihren Ohrenspitzeralltag aus. Dann begannen die Workshops des LMZ, welche in 3 Stationen unterteilt waren und von den Teilnehmern nacheinander in Gruppen durchlaufen wurden. Dabei bot jeder Workshop viele unterschiedliche Aspekte und Ideen für die Arbeit mit den Schülern im Ohrenspitzerprojekt.
Auf dem „Hörmarkt“ gab es neben frischen Karotten, aus denen man eine Möhrenflöte bauen konnte, noch weitere Anregungen mit Schülern Instrumente, sowie Geräuscherzeuger aller Art selbst herzustellen. Hilfreich waren auch die Tipps, zu Beginn einer Schulstunde mit der Regenröhre ein Ritual einzuführen, um die Klasse ruhig zu bekommen, oder dass mit einem selbst erstellen „Hör-Memory“ Gruppeneinteilungen leise und ohne Streitereien gelingen können. Die Teilnehmer selbst hatten in dem Hörmarkt auch sehr großen Spaß sich selbst an dem elektronischen Instrument „Theremin“ oder „Drawdio“ auszuprobieren.
Weiter ging es dann mit dem Workshop „Hörspiel Live“. Hier fanden die Teilnehmer viele verschiedene Percussion Instrumente, mit denen sie sich in das „afrikanische“ Hörspiel „Der Zauber der Schildkröte“ einstimmten. Während man der Geschichte lauschte, wurde diese immer wieder unterbrochen, um das gehörte zu reflektieren und mit Salzteigfiguren gestalterisch umzusetzen. Anschließend erfand man in der Gruppe mit Hilfe einer Sprechröhre, gemeinsam eine eigene Geschichte.
Der Dritte Workshop stand unter der Bezeichnung „Hörkoffer plus“ und bot eine große Vielfalt an Software zur Hörförderung, welche die Teilnehmer an Laptops selbst ausprobieren konnten. Mit der Geschichte „die geheimnisvolle Minusch“ wurde veranschaulicht, in wie weit sich die Medien Buch, Hörbuch und Film in der Umsetzung einer Erzählung unterscheiden und wie man dieses Thema in der Klasse aufgreifen kann. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer, ganz im Sinne des Workshops „Hörkoffer plus“ ein Paket an Zusatz Materialien für ihre Ohrenspitzertage.
Zwischen den Workshops gab es für alle Beteiligten reichlich Stärkung. Butterbrezeln, Mittagessen, Getränke, Kaffe und Süßestücken standen zur freien Verfügung und sorgten für einen angenehmen Ohrenspitzertag von dem jeder Teilnehmer viel mit nach Hause nehmen konnte.








