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Der klingende Regenwald

Im Regenwald gibt es jeden Tag einmal ein kräftiges Unwetter mit prasselnden Regentropfen und lautem Donner. Können Sie sich vorstellen wie der Regenwald dann klingt? Bei diesem Spiel fühlen wir ein solches Unwetter nach, indem wir selbst mit unserem Körper alle Geräusche nachahmen, die bei einem Unwetter zu hören sind. Durch die fließenden Übergänge im Kreis beginnt ein Geräusch langsam, gelangt zu seinem Höhepunkt und wird vom nächsten überlagert und abgelöst - so entsteht eine ganz eigene Dynamik von Geräuschen und Übergängen.

 

Altersgruppe: ab 6 Jahren

Themengebiet: Spiel und Bewegung, Musik und Ästhetik

Kategorie: Hören trainieren

Material:

  • ggf. Augenbinden
  • für die Variation: verschiedene Klangerzeuger oder Instrumente

 

Hinweis: Einen ähnlichen Ablauf hat das Spiel "Die Klangwelle" - auch hier pendeln sich alle Kinder auf eine Dynamik ein ohne dass ein Spielleiter den Ablauf steuert.

1 Arbeitsschritt 1

Stellt euch in einem engen Kreis auf. Ein Schüler fängt an, eine Bewegung zu machen. Die anderen ahmen die Bewegung im Uhrzeigersinn nach.

 

Jede Bewegung hat eine Bedeutung:

  • in die Hände klatschen = der Regen wird stärker
  • mit den Händen klopfen = Es regnet aus Kübeln
  • mit den Füßen stampfen = Höhepunkt des Unwetters
  • mit den Händen auf den Körper klopfen = Unwetter lässt nach
  • mit den Fingern schnipsen = normaler Regen
  • die Hände reiben = Wind

2 Arbeitsschritt 2

Sobald der Letzte im Kreis die Bewegung macht, beginnt der Erste mit einer neuen Bewegung. Währenddessen machen die Anderen ständig weiter und übernehmen immer wieder neue Bewegungen.

3 Arbeitsschritt 3

An den Lehrer: Führen Sie das Spiel mit anderen Bewegungen fort, bei Bedarf mit geschlossenen Augen.

Variation: Der Urwald erwacht

Für diese Variation können Instrumente benutzt werden. Bevor das eigentliche Spiel losgeht, erzählt der Lehrer folgende Geschichte:

Mitten in der Nacht, lange bevor die Sonne aufgeht, herrscht vollkommene Stille im Regenwald. Aber bald schon beginnen die ersten kleinen Tierchen sich zu regen und zu zirpen. Nach und nach erwachen alle Tiere und machen die verschiedensten Geräusche - die Vögel pfeifen, Insekten krabbeln, die Tiere des Bodens rascheln. Die Geräuschkulisse wird immer lauter bis kurz vor dem Sonnenaufgang ein ganzer Klangteppich voll unterschiedlicher Töne und Melodien zu hören ist. Sobald die Sonne aufgeht und der Morgen anbricht, ebbt der Geräusche-Pegel aber langsam und ganz von alleine wieder ab.

Diese Geschichte wird nun von der Klasse nachgespielt. Es spricht keiner mehr und es herrscht - wie zu Beginn der Geschichte - völlige Stille. Ohne, dass jemand den Verlauf des Spiels steuert, fangen nach und nach einzelne Schüler an, Geräusche mit ihren Instrumenten oder ihrem Körper zu machen. Immer mehr steigen ein und werden lauter. Irgenwann aber, ebbt die Geräuschkulisse wieder ab, ebenfalls ohne Zeichen oder Steuerung des Lehrers. Wichtig ist dabei, dass alle aufeinander hören und sich ohne Worte auf die jeweilige Dynamik einigen.