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Eine Art und Weise wie Sie ein Thema kreativ darstellen können ist das Audio-Feature. Ein Audio-Feature ist aufgebaut wie viele Radiobeiträge - mit einem Sprecher, verschiedenen Zitaten, Musik und anderen Geräuschen. Es kann fast alle akustischen Elemente (z.B. Sprechertexte, Atmosphäre-Geräusche, Originaltöne z.B. Interviews, Musik etc.) enthalten und ist in seiner Form sehr offen. Deshalb gibt es ganz unterschiedlich aufgebaute Audio-Features und es kann sehr kreativ gearbeitet werden.

Für den Einsatz im Unterricht ergeben sich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem werden verschiedenste Kompetenzbereiche angesprochen. Ein Audio-Feature zu produzieren erfordert allerdings auch einiger Vorbereitung und Übung. Über den Download Button finden Sie dazu ausführliche Hilfestellungen im Dokument "Unterrichtsmodul Radio Feature (PDF)".

 

Altersgruppe: ab 10 Jahren

Themengebiet: Sprache, Musik und Ästhetik

Kategorie: Medien machen

Material:

  • Aufnahmegerät
  • Audioschnittprogramm (z.B. Audacity)

1 Arbeitsschritt 1

Um ein Audio-Feature produziert wird, muss zunächst ein Thema gefunden werden. Dazu eignet sich zum Beispiel eine offene Fragerunde.

2 Arbeitsschritt 2

Als nächstes müsst ihr euch darüber klar werden, wie ein Audio-Feature aufgebaut ist. Mögliche Bestandteile eines Audio-Features könnt ihr in dieser Grafik sehen.


Legt fest, welche dieser Elemente in eurem Audio-Feature vorkommen sollen. Möchtet ihr Atmo-Geräusche hinterlegen um das Feature realistischer zu machen? Möchtet ihr als O-Ton (=Original Töne) Interviews führen? Und welche anderen O-Töne (z.B. einzelne, kurze Hintergrundgeräusche) müsst ihr aufnehmen? Soll es auch Musik im Hintergrund geben?

3 Arbeitsschritt 3

Falls ein Interview durchgeführt werden soll, muss nun die Vorgehensweise beim Interview-führen geübt werden. Es ist dabei besonders wichtig, offene Fragen zu stellen, zu denen der Interviewpartner viel erzählen kann. Ein paar Übungen findet ihr unter Downloads.

4 Arbeitsschritt 4

Jetzt geht's endlich ans Aufnehmen! Ihr solltet nach den Vorbereitungen einen fertigen Plan haben, welche Geräusche/Personen/Musik/Atmo ihr aufnehmen wollt. Um euch mit dem Aufnahmegerät vertraut zu machen, macht ein paar Probe-Aufnahmen. Dann startet mit dem Interview und der Aufnahme aller anderen Geräusche die ihr braucht. Manchmal empfiehlt es sich, ein längeres Stück aufzunehmen als eigentlich nötig oder Geräusche mehrmals aufzunehmen, um eventuelle Fehler später herausschneiden zu können.

 

Am Ende ist es oft meistens, alle aufgenommenen Elemente mit einem Sprechertext zu verbinden. Dieser führt dann wie ein roter Faden durch das Thema. Da wir aber jetzt noch nicht wissen, was die Interviewpartner genau antworten werden und welche Audio-Dateien wir am Ende tatsächlich zur Verfügung haben, ist es sinnvoll, den Sprechertext erst zu schreiben, wenn alle anderen Aufnahmen gemacht sind.

5 Arbeitsschritt 5

Wenn alle Aufnahmen gemacht wurden, kann der Sprechertext (=die Moderation) geschrieben werden, der wie ein roter Faden durch's Thema führt. Er sollte alle Elemente verbinden, die im Audio-Feature vorkommen sollen.

Alle anderen Elemente können kreativ gekürzt und vermischt werden. Interviews werden in Audio-Features z.B. selten ganz abgespielt, sondern die interessanten Stellen werden herausgepickt und durch Sprechertexte mit anderen Elementen (z.B. Hintergrundgeräuschen) verbunden.

Dieser Arbeitsschritt ist sehr komplex. Es müssen gleichzeitig die bisherigen Aufnahmen durchstöbert, geschnitten und angeordnet werden, und sinnvolle Sprechertexte um diese Elemente herum geschrieben werden. Es kann dabei sehr kreativ vorgegangen werden und ganz verschiedene Ergebnisse können entstehen.

6 Arbeitsschritt 6

Nun müssen die einzelnen Dateien geschnitten werden und zu einer zusammenhängenden Datei gemacht werden. Dazu verwenden wir das kostenlose Audioschnittprogramm Audacity (Anleitung siehe Downloads), in das sich jeder einfach einarbeiten kann. Audacity kann auch schon beim Arbeitsschritt 5, dem Anhören und Sortieren der Aufnahmen, verwendet werden.

Jede aufgenommene Audio-Datei wird in Audacity als einzelne Tonspur angezeigt. Diese Spuren lassen sich nun kürzen, Teile können herausgeschnitten werden (z.B. Störgeräusche/Versprecher etc.) und Ton-Stücke können verschoben werden. Wie in der Grafik dargestellt, besteht das fertige Audio-Feature später dann aus verschiedenen Tonstücken, die sinnvoll aneinander/nebeneinander angeordnet sind.

Welche Reihenfolge gewählt wird, hängt dabei ganz vom Geschmack der Produzenten und den verfügbaren Audio-Dateien ab. Es gibt kein Richtig oder Falsch, beim Bearbeiten kann sehr viel Kreativität einfließen.

7 Arbeitsschritt 7

Nachdem das Audio-Feature in Audacity abgespeichert wurde (versch. Dateiformate möglich), kann es auf verschiedene Art verfügbar gemacht werden. Möglichkeiten sind zum Beispiel das Brennen auf CD oder das Anhören der Datei auf einem MP3-Player.

Wie anfangs erwähnt, sind Audio-Features auch im Radio beliebt. Es bietet sich daher an, mehrere Audio-Features entweder als Podcast zu veröffentlichen oder als Bericht in einem freien Radio/Schulradio zu senden. Vorschläge zur Umsetzung findet ihr über den Download-Button.

Schülerbeispiele Klasse 5 Eschbachgymnasium Stuttgart-Freiberg