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Der Geschichte dürfte niemand entgangen sein: Die ''Reise um die Erde in achtzig Tagen'' liegt in vielfachen Buchausgaben, Filmadaptionen und mittlerweile auch Hörbüchern vor. Der junge Engländer Phileas Fogg wettet 1872 mit seinen Londoner Clubfreunden, dass er es schaffen würde, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Zusammen mit seinem Diener Passepartout, der seinen Namen zu Recht trägt, weil er sich in vielerlei Zusammenhängen nützlich macht (und dem Fortgang schadet, er ist allerdings auch Franzose), eilt er mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln um den Globus, besteht zahlreiche gefährliche Abenteuer mit Widersachern, lernt, seine angelsächsische Grunddistanziertheit abzulegen, verliebt sich und - gewinnt natürlich die Wette. Nebenbei erfährt man eine Menge über technische Errungenschaften und Lebensumstände des ausgehenden 19. Jahrhunderts, im zugrunde liegenden Buch allerdings mehr als in der vorliegenden, trotz der über 400 Minuten Länge immer noch gekürzten Lesung. ''Seien wir ehrlich, würden wir nicht auch für weniger eine Reise um die Erde wagen?''
Vernes Roman von 1873 belegt eindrucksvoll, dass der Autor jenseits seiner Technomanie auch der ironischen Erzählweise mächtig war; Rufus Becks Lesung belegt, dass ein Sprecherstar auch ein wenig verbrauchten Texten ein eigenes Profil geben kann und inhaltliche Hektik durch angenehm ruhige Sprache ausgleichen kann. (wg)
HörbuchHamburg