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Die achtjährige Christine kommt sehr oft zu spät zur Schule und sie hat deshalb Probleme mit Lehrern und anderen Erwachsenen, die ihr den Grund für die Verspätung nicht abnehmen. Sie lässt sich zunächst nicht beirren, denn sie möchte aus Mangel an erwachsenen Gesprächspartnern auf ihr morgendliches Treffen mit einer alten, weißen, sprechenden Katze, die gestreichelt werden will und sich zum Philosophieren bestens eignet, nicht verzichten. Doch die Katze ist nicht nur positiv, sie versucht, Christines Persönlichkeit zu beeinflussen, urteilt über ihre Gefühle, die sie Mitmenschen gegenüber empfindet, erbarmungslos - so über das Mitleid Christines für den einsamen Briefträger und für einen Mitschüler, der Mopsel genannt wird. - Jutta Richters vielschichtige Erzählung thematisiert auf eine ganz besondere Art den Abschied von der Kindheit, schildert aus der Perspektive der Protagonistin und erlaubt verschiedene Lesarten. Christine entwickelt sich im Laufe der Geschichte und sie erkennt, "dass alte weiße Katzen nicht immer alles wissen." Die Autorin liest ihren Text selbst mit angenehmer Stimme, nicht professionell, vielleicht auch nicht jeder Figur angemessen, dafür aber empfindsam, warm und intensiv. Musikalisch wird ruhig in die Erzählung ein- und ausgeführt. Kein einfacher Stoff. (kg)
Igel records 2007