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Oft schon ist Charles Dickens’ originelle Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“ nacherzählt und zu Hörspielen, Theater bearbeitet worden – und hat doch nichts an Zugkraft verloren. Sie entstand 1843. Trotz der historischen Kulisse des 19.Jahrhunderts wirkt sie seltsam aktuell. Geht es doch um Geldgier, Geiz, Ausbeutung, die jegliche Menschlichkeit auffressen und eine scharfe Grenze zwischen reich und arm ziehen. In seinem Kontor brummt der schrullige Ebenezer Scrooge „Weihnachten ist Humbug.“ Keine Zeit für Festlichkeiten und Menschlichkeit! Vergeblich versuchen der Buchhalter Bob Crachit, der Neffe Fred samt Familien, die arme Witwe und Schuldnerin Caroline Wilkins ihn zu erweichen, sie alle, auch der Spendensammler werden schroff abgekanzelt. Doch in der Weihnachtsnacht bekommt der alte Choleriker Scrooge eine makabre Lektion: Der Geist des verstorbenen Geschäftspartners kündigt Scrooge den Besuch weiterer Geister an. Sie lassen Scrooge hautnah die Szenen vergangener, gegenwärtiger, zukünftiger Weihnachtsabende erleben. Erschüttert zieht Scrooge seine Lehre daraus – und wird ein neuer Mensch! Das Hörspiel, besetzt mit besten Sprechern, bietet handfeste Hörkost! Drastisch, voll schwarzen Humors, doch allemal hintersinnig. Genial, wie Christian Rode als Scrooge diesen Eigenbrötler, Choleriker, Menschenfeind und Geizkragen mit seiner Stimme charakterisiert, auf die anderen Akteure (als gleichfalls namhafte Sprecher) reagieren lässt und das Wunder der Wandlung begleitet! Hier und da untermalen stimmige Geräusche und filmhafte Musiktakte die Szenen,, skizzieren Schauer und Übergänge. Ab 10 (ge)
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